Heute ist ein schöner Tag…

angepinnt

Heute ist ein schöner Tag, weil…

Seht selbst, gibt’s in jeder Buchhandlung auf Nachfrage oder hier:

Das Buch bei Amazon 

Oder hier: 

Freiburger Buchhandlung unterstützen

Es gibt mich im Buchhandel. Oder einen Teil von mir. Einen sehr intimen, würde ich behaupten.

Als EBook, Hörbuch UND gedruckt.

Das Gefühl ist… ich weiß nicht. Seltsam. Ich selbst habe das Buch noch nicht einmal in den Händen gehalten, gerochen, befühlt, obwohl es ja meinen schreibenden Händen entsprang..

Zum Hörbuch
Noch ein kleines E-Book von mir
Ich werde berichten.. oder ihr mir?;)

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Eingelöste Vorsätze Woche 1

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Es zieht sich. Neujahr begann mitten im Sternwald, den Fels erreichten wir erst später. Feuer machen war fast unmöglich, da Regen und Sturm (zumindest an der Stelle, wo ich wollte). Aufgrund mangelnder Geduld also nur ein Minifeuer. Dafür gleich das neue Jahr im Wald gestartet und am 1. 1. Mittags einen Baum umarmt. Das ist übrigens gar nicht so einfach, sich da zu entscheiden..

Danach noch einen lieben Menschen umarmt. Heute sogar noch einen. Und sogar mich selbst – soll anscheinend bei der Selbstliebe helfen, sagen die Schamanen. Naja, ich weiß ja nicht. Aber wie gesagt, Schritt für Schritt… 😉

Ach ja, ich war noch nicht beim Friseur..

Vor- und Nachsätze

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Man soll Vorsätze ja anderen mitteilen, damit man sich mehr verpflichtet fühlt.. also bietet dies hier wohl eine gute Plattform dafür.

Aber zur Vollständigkeit erst mal mein persönliches Resümee von 2017.

Nachsätze 2017

Buch veröffentlicht

Job geschmissen

Trekkingguide Ausbildung Praxis abgeschlossen

Mich mehrfach verliebt

Zuhause gefunden und wieder verloren

So viele besondere, neue Menschen getroffen

Drei meiner vier Lieblingskünstler live gesehen

Den echten Winter kennen und lieben gelernt

Mein Seelentier getroffen

Nordlichter gesehen

Alles anders gemacht als geplant

Haare ganz kurz geschnitten (und es bereut)

10 kg zugenommen und gemerkt, dass man daran nicht stirbt (trotzdem möchte ich mich 2017 wieder davon verabschieden)

Uvm.

Vorsätze 2018

Toleranter werden

Zufriedener werden

Mehr singen

Mehr tanzen

Mehr im Wald sein und

Mehr Bäume umarmen (…)

Trekkingguide Theorie abschließen

Mehr Briefe schreiben

Allgemein mehr schreiben

Mehr große Radtouren machen

Ein Lied schreiben und begleiten können auf einem Instrument

Mehr lesen

Mehr Feuer machen

Egal was passiert: nicht mehr zum Friseur!

Mehr umarmen

Mehr zuhören

Mehr lieben ohne zu leiden

Ein dauerhaftes Zuhause finden (zumindest in mir ;))

Zu mir selbst stehen

Und alles Schritt für Schritt. 365 Tage sind viel..

Zusätzlich werde ich mindestens einmal pro Woche hier zu mindestens einem der Punkte etwas posten. Klar wäre es stark, dass alles nur für sich zu tun aber so stark bin ich halt noch nicht.

Und ihr so?

Ein wunderbares Buch!

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Heute möchte ich Euch ein Buch empfehlen.

„Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky.

Ich habe es als Hörbuch bei Audible gehört (die Sprecherin Sandra Hüller ist unglaublich) und war restlos begeistert. Trotzdem möchte ich es zusätzlich noch lesen, denn es sind so viele tolle Gedanken in eine wundersam normale und doch magische Geschichte verpackt, dass man (ich auf jeden Fall) manche Sätze einfach anstreichen, merken, vorlesen möchte.

Die Sprache, der Inhalt, die beschriebenen Bilder – hach…

Auf eine Inhaltsangabe verzichte ich, die gibt’s im folgenden Link, oder einfach lesen/anhören/erleben . Ihr werdet es nicht bereuen!

Hier geht’s zum Buch

(N)Iceland- Liebe auf den ersten Blick

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4.12.17

10:45pm

Ich liege auf einer Couch im Stadtteil Kópavogur. Aus der Küche klingt leise Gitarrenmusik. Draußen schneit es und es kommt mir auffallend ruhig vor. Vermutlich ist es einfach der Kontrast zum nie schlafenden Vancouver, dem ich gerade erst entsprungen bin.

Tag 3 im Island neigt sich dem Ende zu und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, zu erzählen.

Wie mir bereits von einigen Freunden prophezeit wurde, liebte ich Island vom ersten Moment als ich dessen Boden betrat, an. Vielleicht sogar schon davor, im Flugzeug, als der fast volle Mond den Nordpazifik und die Insel kurz vor unserer Landung in gleißendes Licht tauchte.

Es war 6am vor Ort und nach einer fünfzig minütigen Fahrt mit den Flybus kam ich in Reykjavik an, wo mich ein frischer aber angenehmer Wind und mein erster Host empfingen. Der Mittvierziger Subhash arbeitet als Arzt in Reykjaviks Krankenhaus und kommt ursprünglich aus Indien. An den Jetlag ausschlafen war nicht zu denken, denn erst unterhielten wir uns ziemlich lange und dann ging ich gleich spontan mit Sebastian aus Schweden und Harald aus Norwegen auf Entdeckungstour. Beide sind zum Arbeiten nach Island gekommen, der eine für seine Firma, der andere, um ein Buch zu schreiben.

Zu meinem Glück schien die Sonne herrlich und im Gegensatz zu dem Jungs fand ich das Wetter fast sommerlich bei plus 5 Grad. Wir fuhren ein paar typische Plätze an, wie die das geothermale Gebiet im Südwesten, wo wir dem aktiven Geysir Strokkur beim ausbrechen zusehen konnten. Seine Wassersäule wird bis zu 35m hoch. Auf dem Video seht ihr wie lustig auch alle freuen. Nachdem jeder sein Foto hatte würde es auf einmal ganz leer 😉

Danach ging es zum Gullfoss Wasserfall, der dem Fluss Hvítá entspringt. Die gefrorene Landschaft drum herum brachten uns ordentlich zum Staunen (und rutschen ;).

Abgerundet wurde der Tag mit einem Bad in der Secret Lagoon im Ort Flúðir, welche so secret gar nicht ist. Schön war es trotzdem, auch wenn ich mehr der Kaltwasserfan bin.

Nachts dann kochte ich noch und aß mit Subhash und später bekam er noch Gäste und so musste mein Jetlag weiter warten auskuriert zu werden. Es ist echt erstaunlich, denn auf dem Weg nach Kanada hatte ich nicht damit zu kämpfen aber das ist wohl typisch. Wer mehr hierzu erfahren will, schaut hier.

Am nächsten Tag wollte mir Subhash die Stadt zeigen, also liefen wir etwas herum, besuchten die Harpa und schlenderten umher.

Später erkundigte ich selbst noch etwas die Gassen und plante dann die nächsten Tage und packte, da ich zu einem anderen Host wechseln sollte. Davor traf ich noch Lauren über „Hangouts“ im Café Paris.

Wir unterhielten uns sehr gut über alles Mögliche, der halb Belgier halb Isländer lebt schon immer auf Island, ist schon viel gereist und spricht sehr viele verschiedene Sprachen. Er bot mir an, dass ich auch bei ihm bleiben könnte, was sich als echter Glücksfall herausstellte. Bei meinen geplanten Host stand ich nämlich um 11pm vor verschlossenen Türen und so ging es zu Lauren, wo ich mich sofort wohl fühlte. Am nächsten Tag borgte er mir auch gleich sein Rad und so fuhr ich an die (den?) Elliðaár, einen Fluss, welcher durch das Tal Elliðaárdalur fließt.

Dort erkundete ich die Landschaft dann zu Fuß, welche von Vulkangestein, geformt durch menschliche Wiederaufforstung zahlreiche Birken, Föhren, Tannen und Fichten beherbergt.

Die Gelb- und Grüntöne der umgebenden Gräser, Moose und Flechten im Kontrast zu den teilweise vereisten Wegen wirken zugleich surreal und könnten doch natürlicher nicht sein.

Gänse positionierten sich fliegend über mir und bereiten sich auf eine Reise vor.

Auf dem Rückweg begegne ich in der Dämmerung ein paar verwilderten Kaninchen, die sich sogar anfassen lassen.

Es ist bereits (oh Wunder ;)) dunkel, als ich zum Schwimmbad Laugardalslaug fahre, nur um dort festzustellen, dass ich meinen Geldbeutel vergessen habe (im Nachhinein aber auch ein Glück, dazu im nächsten Beitrag mehr), dann zum geothermalen Strand Nauthólsvík. Auch die Nutzung dessen ist im Winter kostenpflichtig und da es in einer Stunde schließt, beschließe ich, dass 600kr dafür zu viel sind und fahre im Dunkeln “nach Hause”. Der Weg ist trotzdem wunderschön und der Tag damit durch und durch gelungen.

Im nächsten Beitrag möchte ich euch Tipps zum Low Budget Reisen in Island geben. Tatsächlich geht das mit ein paar Ausnahmen ganz gut.

Ein paar schöne Plätze Vancouver’s und der Abschied/Übergang

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Und da bin ich nun, angekommen in meiner letzten Nacht in Vancouver. Wir sitzen im Trees Organic und lauschen den Künstlern, von denen sich manche heute das erste Mal ans Mikro wagen, andere sind schon mehr “used to it”. Fast ausnahmslos berühren Sie mich, ihre Texte, die Klänge der Stimmen und der Gitarre, der selbstvergessene Ausdruck in Ihren Augen beim Singen. Ich wippe zum Rhythmus der Drums, welche ein älterer Mann begleitend spielt. Sein Gesicht birgt trotz des Alters anrührende Wachheit und Neugier. Ich denke an die Tänze, welche ich mit so vielen Menschen hatte, wie es sich angefühlt hat und ich bin dankbar für meine Füße, welche weiter tanzen werden, für meine Ohren, die so schöne Musik wahrnehmen können und für noch so viel mehr.

In den letzten Tagen war ich viel spazieren, im Stanleypark, wo wir Vögel und Eichhörnchen fütterten, im Capilano River Regional Park (direkt hinter der Suspension Bridge aber viel schöner, keine Touristen und umsonst :)) auf Granville Island (ein sehr sympathischer Ort mit Public Market) und auch einfach in der Stadt.

Capilano River Regional Park

Ich hatte interessante Unterhaltungen mit meinem wundervollen Host Douglas, habe mich mit den Mädels aus Ucluelet wieder getroffen, habe einen weiteren Couchsurfer kennen gelernt, etwas über die Hare Krishna Bewegung gelernt und Yoga auf dem Balkon eines wirklich hohen Hochhauses gemacht.

Meistens hat es geregnet aber das fällt einem hier gar nicht mehr auf und es macht auch nichts.

Mir ist klar geworden, dass diese Reise einfach immer Sinn ergibt, was nicht heißen muss, dass sie immer für mich persönlich Sinn ergibt aber ich spiele eine Rolle im Geschehen und deshalb bin ich da, wo ich eben gerade bin. Ich könnte das jetzt alles näher ausführen aber das braucht es glaube ich gerade nicht.

Während wir also auf unserem Rückweg vom Trees Organic durch die mittlerweile recht lichten Straßen Vancouver streifen, fällt mir auf, dass es nicht regnet. Ich verabschiede mich von den anderen und alles ist leicht. Ich mag diese letzten Abende. Island, ich freue mich auf Dich.