Liebe

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Ich liebe.

Ich liebe das Gefühl müder Füße, nach Stunden des Tanzes, baren Fußes über weiches Gras, unter dem Sommersternenhimmel, mit Feuerduft im Haar und Flausen im Kopf.

Ich liebe den Geruch von Waldboden auf meiner Haut, nach einem Nachmittag unter Fichten und Buchen liegend, der Melodie des Windes in den Ästen lauschend.

Ich liebe das Zusammenziehen der Gefäße, beim nackten Sprung in den eisigen See und das wohlig frische Kribbeln auf der Haut nach dem Abtrocken.

Ich liebe es, meinen Atem zu spüren, beim Rennen durch den nebligen Wald, und die Luft aus meinen Lungen aufsteigen zu sehen, bei jedem Ausatmen, als feine Wasserdampfwolke vor meinen Augen.

Ich liebe es meiner Hündin in die tiefbraunen Augen zu sehen, nach einem Wettrennen über eine Blumenwiese, beim sonnenuntergänglichen Verschnaufen, zusammen liegend auf einer Decke und lange Schatten werfend in die Ferne.

Ich liebe es, von Musik berührt zu werden, wie die Klänge eines Cello oder eine Klaviers mein Herz Sprünge machen und mich Hineintauchen lassen in andere Welten, voll chaotischer Ordnung, durchströmt von Gefühl.

Ich liebe die wahren Worte eines Kindes, die leicht und selbstverständlich seine Lippen verlassen und mit großen Augen meine Reaktion erwarten, welche dann stets Erstaunen und Erkenntnis sind, über die Einfachheit des Schönen, der Wahrheit.

Ich liebe Momente mit Freunden, die schweigend oder sprechend heilen können, was nichts anderes zu heilen vermag. Sie sind Balsam für die Seele und erfüllen mich mit Dankbarkeit.

Ich liebe es seine Lippen zu berühren und wie er mich ansieht, wenn er mir wieder, wie immer etwas zu wild, durch mein Haar streicht und mich angrinst, weltvergessend und ganz im Hier.

Ich liebe das Leben. Mit seinen Höhen und Tiefen, seine unergründlichen Wendepunkte, stündlich, minütlich, sekündlich und seine gleichsame Beständigkeit in der Wiederkehr aller, der Jahrezeiten, der Lebensphasen, der Seelen.

Ich liebe das Rauschen des Meeres, einem Blatt beim Fallen vom Baum zuzusehen, das Rotkehlchen von ganz nah zu betrachten, zu Singen, neues zu Lernen, mich umzusehen…

Ich liebe. Ich liebe. Ich liebe.

Ich lebe.

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(Irr)Glaube, Liebe, Hoffnung

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Es ist eigentlich so gar nicht das, was ich will.

Glaube ich.

Aber das, was ich will, ist das was mir immer weh tut.

Liebe.

Und das, was ist, tut mir gut.

Hoffe ich.

Bipolar

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Und dann zwinkerst du mir wieder zu. Und ich bin gleichzeitig abgeschreckt und entzückt. Wie albern er ist, denke ich. Und doch, irgendwo..

Deine ruhige Liebe lässt mich mich aufbäumen, alles auf Abwehr, bis zum Hals spüre ich mein Sträuben, das gleichsam federleichte Gänsehaut ist, irgendwie..

Heimtücke

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Pah!Die Liebe, sie meint sie wäre es

Dabei ist sie wandelbar, wechselbar, vergänglich.

Ein Wechselbad der Gefühle, welche immer wiederkehren, verkleidet, in neue Gewänder gehüllt, doch stets dieselben, tückisch cleveren Zeitgenossen, nahezu perfekt im

lautlosen anschleichen. Diese Gefühle, die einen dann hinterrücks niederstrecken. 

(Zu)

Anstrengend denke ich,

und immerhin bin ich jetzt soweit,

dass ich gar nichts mehr fühle. Nada. 
Jackpot, rufe ich laut gegen wild wuchernde, neue Wände und glaube es selbst nicht. Selbstbetrug. Eine Lüge.

Aber die Liebe tut es auch. Sie betrügt uns um sich selbst. Sie lügt. Und liebt. 

Und lügt weiter. 

Und liebt weiter.

Lieben

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K: „Und wenn er dein Herz bricht, immer und immer wieder? Was tust du dann?“

M: „Dann liebst du ihn umso mehr. Denn nichts macht ein Herz angreifbarer und stärker zugleich als die Liebe.“

K: „Aber wenn es doch zerbrochen ist, wie soll es dann noch lieben?“

M: „Du musst dich nur erinnern und aufhören zu kratzen, damit es heilen kann. Auch wenn du es glaubst, das Herz kann nie ganz brechen. Und dann kann es am Ende gar nicht anders als zu lieben.  Dafür ist es da. Zu schlagen und zu lieben. Zu schlagen und zu lieben…“