Rezept für Herzhafte Kekse für Hund und Halter :) (vegan)

Standard

Wenn man krank ist und nicht so viel raus kann, dann bleibt nur den Hund, der einem so treu beisteht auch mal Danke zu sagen:

Zutaten:

100g Haferflocken

100g gekochtes, zerstampftes Gemüse zb süsskartoffel, Karotte, Brokkoli

2El proteinreiches Mehl zb Erbse oder gekochte Linsen oder Lupine etc..

1 El Kokosöl

1El Hefeflocken

Gewürze nach Wahl (kein Salz oder rohe Zwiebel und nicht scharf, zb Rosmarin und süße Paprika)

Alles Mischen, auf Backpapier ausstreichen, Einschneiden, bei 200 Grad knusprig backen (ca 30 Minuten)

Mein Hund liebt es und ihr könnt natürlich auch davon naschen!

Guten Apetitt!

Werbeanzeigen

Update Reisetagebuch Vancouver-Ucluelet

Standard

Ich sitze im Bus, welcher mich vom Nanaimo ins dreieinhalb Stunden entfernte Ucluelet bringt. Heute morgen um 6:30am verließ ich das HI Hostel in Downtown Vancouver, in dem ich die letzten drei Nächte verbracht habe, zwei davon komplett allein im Vierbettzimmer. Mit dem Bus ging es zur Pazific Central Station, dort weiter mit dem Tofino Bus bis zum Hafen, dann mit der Fähre über den verregneten Pazifik und nun wieder im Tofino Bus weiter. Die Zeit in der Stadt scheint, ganz anders als im Yukon, davon zu fliegen. Als ich Samstagabend im Hostel ankam, machte ich mich gleich nachdem ich Amie, ebenfalls Erzieherin, aus den UK kennengelernt hatte, wieder auf, um noch etwas zum Abendessen zu besorgen. Aufgrund der riesigen Auswahl an Restaurants in Downtown entschied ich mich recht schnell für ein naheliegendes indisches Bistro, da dies recht günstig schien und zudem einige vegane und glutenfreie Gerichte anbietet. Der Kellner war sehr nett und wir unterhielten uns angeregt. Fast schade, dass bald James dazu stieß, ein Couchsurfer, der mich über die Plattform für ein „Hangout“ kontaktiert hatte. Nach dem Essen gingen wir noch etwas durch Downtown spazieren, James zeigte mir einen Marihuana Shop und seine Wohnung. Downtown ist ein buntes Viertel, mit Regenbögen als Zebrastreifen, welches als Hochburg für Queers und Kiffer gilt.

Zurück im Hostel war es schon spät und nach nur fünf Stunden unruhigem Halbschlaf stand ich wieder auf, machte Yoga, ging mit Amie zum Frühstück (für mich gab es leider nur ‚vegane Äpfel’) und verabschiedete sie, da sie nun weiter nach Australien zieht. Den Vormittag verbrachte ich entspannt im Hostel, es regnete in Strömen, nachmittags traf ich Douglas, ebenfalls durch „Hangouts“. Eigentlich waren wir nur zum Essen verabredet, tatsächlich endete das Treffen erst sieben Stunden später. Völlig durchnässt nach einem Spaziergang durch den Stanley Park und die halbe Stadt fand ich mich nach mehreren Fahrten mit verschiedenen Sky Trains in einem Tempel wieder, in dem Hare Krishna Mantren gesungen wurden und ein Guru mit Mikro im Schneidersitz Lebensweisheiten offenbarte. Ich habe immer noch keine Ahnung, wo genau ich war aber am Schluss gab es tatsächlich dort etwas zu essen, sehr lecker, vieles vegan und umsonst war es auch.

Und in den letzten Tagen habe ich gelernt, dass bis 10.000 mm Wassersäule wasserfest bei meiner Regenjacke hier nichts bedeutet. Selbst der Schirm, den mir mein lieber Ernie aus Whitehorse mitgegeben hat, hielt den Wassermassen nicht stand. Auch eine Erfahrung, die ich wohl machen musste.

Montag wollte ich dann eigentlich sehr früh los zur Suspension Bridge, doch meine Müdigkeit gekoppelt mit Unlust und Reisestagnation machten das Rausgehen schwer. Letztendlich wurde es Nachmittag, dafür hatte ich super nette Begleitung von Tobi aus der Nähe von Trier, der für ein Jahr durch Kanada reist und hier arbeitet. Der Park war etwas gewöhnungsbedürftig, sehr touristisch und unserer Meinung nach das Geld nicht wert aber wir fanden später einen schönen Trail durch den Regenwald außerhalb des Parks und trotzdem, dass wir nur eine Stunde hatten, bevor es dunkel wurde, hatte sich der Tag somit gelohnt.

Soweit meine Tage in Vancouver. Ich bin gerade nicht so gut im Schreiben, da ich immer noch von der Größe Stadt „overwhelmed“ bin (und das nicht im romantischen Sinne). Überall Konsum. Riesige Wolkenkratzer. Menschen. Und hier, wo man doch nie allein ist, scheint die Anonymität des Einzelnen immens. Trotzdem muss ich sagen, ich finde die Kanadier überall bisher sehr freundlich. Selbst beim Busfahrer wird sich bedankt, ich freue mich mittlerweile über das obligatorische „How are you today“ im Supermarkt (da es mich tatsächlich daran erinnert, zu mir zurück zu kommen) und auch die Obdachlosen reagieren freundlich und bedanken sich, wenn ich Ihnen erkläre, dass ich kein Bargeld bei mir trage.

Nichtsdestotrotz bin ich kein Stadtmensch. Das werde ich wohl auch nie sein, Freiburg ist einfach etwas anderes. Und ich glaube ich muss zugeben, den Yukon zu vermissen. Gerade hatte ich mich an die trockene Luft gewöhnt. Und an die Kälte, die eigentlich gar nicht so schlimm ist gepaart mit dem glitzern des Weiß und dem Strahlen der Sonne. Eigentlich sogar sehr, sehr schön. Genau wie die meisten Begegnungen dort.

Aber jetzt sind es eben feuchte Luft, Regen und Grau, welche mich umgeben. Dafür der Pazifik, Wasservögel und vielleicht auch Wale. Und in Island dann werde ich beides haben, Kälte UND Nässe. Es bleibt spannend.

Ucluelet

Später, in Ucluelet, gehe ich im strömenden Regen den Wild Pazifik Trail entlang. Alles ist bunt grün und das Meer so wild aber noch kann ich es nicht so genießen. Ich hänge wohl noch etwas im Yukon fest. Danach, im Surfs Inn, einem total süßen Hostel, lerne ich Lovina, Lasse, Martina und Mandy kennen – alles Deutsche. Natürlich.. Wir unterhalten uns so gut und sitzen gemütlich am Kamin, dass ich mich trotz Müdigkeit kaum losreißen kann. Ich bin die älteste, Martina ist zehn Jahre jünger. Trotzdem fühlt es sich nicht so an. Genauso wenig, wie Ernest 67 war, wenn wir uns unterhielten. Wir sind eben alle einfach Menschen. Schön.

Chilkoot Trail

Standard

Vorwort
Ich bin dieses Jahr zum ersten Mal in Kanada und arbeite für Kost und Logis für eine Familie, welche im Yukon ca. 60 km von Whitehorse Trekking- und Kanutouren anbietet und Cabins vermietet.

Den Chilkoot Trail habe ich gemeinsam mit dem Gastvater und Guide, einem Bordercollie sowie drei Gästen, welche auch seine Freunde sind, bewältigt. Die Männer sind schätzungsweise alle Mittvierziger. Wir haben den Trail eine Woche nach Schließung gemacht und waren somit immer die einzigen in den Camps, was luxuriöse aber auch etwas gruselige Verhältnisse für mich waren. Zuvor haben wir uns telefonisch (da der Trail geschlossen ist) registriert und uns an der Grenze in Alaska Aufenthaltsgenehmigungen für die USA für drei Monate besorgt (Kosten 6CAD), da wir einen Teilnehmer in Skagway abgeholt haben, der den wunderschönen White Pass mit der Eisenbahn gefahren ist. Zudem führt der Trail über die Grenze also Pass nicht vergessen!

Der Chilkoot Trail ist eine ehemalige Goldgräberroute und es finden sich auf dem Weg allerlei Informationen zu den einzelnen Camps, ehemaligen Städten und Geschehnissen. Da diese Infos zuhauf im Internet zu finden sind und ich sie hier nur wiedergeben würde, verzichte ich darauf und beschränke mich auf meine persönliche Reiseerfahrungen und gebe hier auch mein Inneres Erleben wieder. Wer also einen geschönten Reisebericht sucht, ist hier eventuell falsch.


Aus Datenschutzgründen werde ich bei diesem Bericht keine erkenntlichen Bilder und Namen von Personen teilen. Bitte habt Verständnis.

Tag 1 (12.9.17) Dyea – Finnegan’s Point – Canyon City

Wir kommen gegen Mittag in Dyea an. Vollgepackt mit allem, was man so braucht um in der kalten Jahreszeit zu wandern, geht’s los. Der Weg führt durch urigen und üppigen Regenwald und ich genieße die ungewohnt feuchte Luft hier, denn im Yukon musste ich mich erst einmal an die trockene Luft gewöhnen. Alles ist grün, moosig, matschig. Schön! Die Männer marschieren zügig und damit wird schnell klar, dass dies nicht so sein wird, wie ich es üblich handhabe zu wandern. Ich bin gespannt.

Zwischendurch passieren wir immer wieder kleine Brücken und Stege und ich verfluche jetzt schon die rutschigen Sohlen meiner undichten Wanderschuhe. Naja..

Gegen Nachmittag kommen wir in Canyon City an, wo ich mein Zelt direkt am Fluss aufbaue.

Nach dem Abendessen geht es früh ins Bett. Ich schlafe schlecht, träume von räuberischen Bären und wache oft auf.

Tag 2 (13.9.17)  CanyonCity – Pleasant Camp –  Sheep Camp
Heute nach nur 8,5 km Sheepcamp am frühen Nachmittag erreicht. Im Gegensatz zu gestern fand ich es nicht anstrengend, ich bin auch kaum noch erkältet. Jetzt sitze ich an warmen Holzofen in einer der Hütten und der Hund döst zu meinen Füßen. Der Weg heute war wundervoll, moosig, viele Pilze und Flechten, unzählige, mir unbekannte Pflanzen. Wirklich schön, wenngleich wir für meine Verhältnisse ziemlich sportlich unterwegs waren. Und jetzt haben wir hier umso mehr Zeit aber so ganz allein traue ich mich nicht in dem Wald, nach der letzten Bärentraumnacht.. mit den Männern ist es eigentlich ganz nett, auch wenn es für mich immer noch sehr schwierig ist, einzuschätzen, was Spaß und was Ernst ist und manche „Witze“ finde ich definitiv nicht lustig.. und dann kommt natürlich der Respekt (und vielleicht auch ein wenig Angst) vor dem Guide hinzu. Aber das ist mein eigenes mich unter Druck setzen. Ich frage mich, wie es geworden wäre, wenn die Gastmutter den Trail (wie ursprünglich geplant) geleitet hätte. Sie fehlt mir.

Nach dem Abendessen sitzen wir zusammen vor dem Feuer in der Cabin. Nach mehrmaligem Ablehnen probiere ich den Whisky doch, er schmeckt gut aber ich mag trotzdem nicht mehr. Ich lausche den Gesprächen der Männer und während ich ins mich stets faszinierende Feuer starre, rauschen vor meinem inneren Auge unzählige, unvergessliche Momente vorbei. Lagerfeuerabende mit den Wildniswanderleuten, singend und mit toller Stimmung. Leos Geburtstagsfeuer, welches mich zu meinem ersten Cello führte, Feuer mit Leo und Marc im Spanien am Strand und ich dann später allein dort schlafend, im Regen und doch geschützt unterm Tarp auf einem Felsbrocken, das Rauschen der Wellen in den Ohren. „Mein“ Minifeuer in Portugal, das erste Feuer mit Moritz am Rhein, dann, ein andermal mit Marc und ihm am Ruhrsee, versteckt hinter Schieferplatten, die springen konnten. Wir schliefen trotzdem daneben. Es war uns egal. Feuer. Ich liebe es.


Heute schlafe ich auf einer Bank in der offenen Gemeinschaftshütte, von meinem Platz aus kann ich den Sternenhimmel sehen.

Ich bin gespannt auf die Überquerung des Passes morgen..

Tag 3 (14.9.17) Sheep Camp – The Scales – Chilkoot Pass (1067m) – Happy Camp – Deep Lake


Ich bin tot.
Heute morgen ging es nach einer kalten Nacht gegen 8 los in Sheepcamp und was mich dann erwartete, war für mich glaube ich das anstrengendste, was ich je gemacht habe. Es ging über den Pass zum Gipfel, steil durch Steinwüste im Nebel. Ich glaube ich hatte selten so Angst im Leben. Meine Höhenangst gepaart mit dem Wind, der mich schwanken lies und der Rucksack der mich stets nach hinten zog, dazu die schlechte Sicht. Immer wieder fürchtete ich, die anderen zu verlieren, da ich sie kaum sah und ich bewegte mich nur kletternd, während die Männer fast durchgehend aufrecht über das Geröll wanderten. Ich kam mir etwas dumm und schwach vor aber das Gefühl am Gipfel war unglaublich.
Leider machten wir dort nur kurz Pause, für mich hatte das Stück für heute gereicht. Ich war so oft ausgerutscht und umgeknickt, dass ich nicht mehr wusste, was an mir überhaupt noch heil ist. Es ging weiter nach HappyCamp aber auch dort wollten die Männer nicht bleiben also weiter nach Deep Lake. Hier ist es tatsächlich schöner. Dort liege ich nun in meinem Zelt, draußen war es mir zu kalt, mit nassen Füßen, aber endlich liegend.

Ich habe Angst, dass ich morgen noch mehr Schmerzen habe und nicht laufen kann aber wegen der Bären kann ich mich jetzt abends nicht mit Voltaren einschmieren, das könnte sie anlocken. Ich stinke und es sind noch zwei Tage. Was gäbe ich jetzt einfach für einen warme Waschlappen und frische Wäsche? Ich muss schon sagen, dass ich nicht erwartet hätte, dass es so anstrengend für mich wird und auch nicht, dass die Kälte so einen riesigen Einfluss auf meine Leistung hat. Trotzdem bin ich stolz, auch wenn ich den Männern wohl ein Klotz am Bein bin. Vielleicht ist es aber auch ganz gut, dann können sie sich stärker fühlen 😉 und ich bin angespornt, über mich hinaus zu wachsen…Und es war ein sehr schöner Weg nach dem Pass. Der Nebel zog langsam über dem Gletscher weg und dann sah man oben den Schnee, auf der anderen Seite kam die Sonne durch und schien auf die grünen Gipfel in der Ferne, in der Mitte der nun nicht mehr felsige Weg, kleine Wasserfälle und dann der erste See. Später überall Blaubeerbüsche, welche den Weg säumten und der Ausblick auf weitere Seen, sogar zwei weiße Bergziegen in der Ferne. Herrlich. (Natürlich ging meine Handykamera genau da nicht..)

Wie mir Marc und Moritz fehlen, mit denen ich längst fünf Kaffeepausen in der Zeit gemacht hätte. Oder Leo, mit der ich auf jedem Gipfel erst einmal gesungen hätte. Oder Kristin. Ihr alle. Fehlt. Ich fühle mich fremd auch wenn die Männer auf ihre Art sehr nett sind, sie verstehen meine vegane Lebensweise nicht, auch wenn sie interessiert nachfragen, was aber immer wieder zu leichten Dikussionen führt und ich habe noch nicht gelernt, wie ich damit für mich gut umgehen soll. Aber es ist gut, auch wenn ich es gern viel mehr genießen würde. Ich lerne viel über mich, Menschen im Allgemeinen. Und es ist spannend, den Trail zu machen obwohl er geschlossen ist. Wir haben bisher nur einmal andere Menschen getroffen, gestern in Alaska, das waren aber Ranger. Luxus, den Trail so leer zu genießen und auch kein Regen bisher. Ich bin schon am richtigen Ort nur hoffe ich, dass ich die anderen nicht zu sehr verärgere und einfach nach diesen Tagen gut auf dem Hof anpacken kann ohne allzu viele Verletzungen.
Jetzt liege ich hier, höre die Stimmen meiner mir so fremden Begleiter im Hintergrund und fühle mich sicher, ich mag sie alle doch, und wenn jetzt ein Bär käme, wäre es mir auch grad egal (denke ich ;))

Ich warte, dass die Sonne untergeht, während ich dem lauten Rauschen des Windes lausche.

Tag 4 (16.9.17) Deep Lake – Lindeman City – Bare Loon Lake

Ich stehe viel zu früh auf. Ich hatte es so verstanden, dass wir um sieben aufstehen was wohl ein Missverständnis war. Ich kann diese Menschen noch nicht gut oder richtig lesen und fühle mich permanent unter Druck. Wie soll ich damit umgehen? Beim Frühstück möchte ich etwas erzählen, Berichte von den Füchsen auf Korsika und dem Fuchs, der mich nachts nicht in Ruhe lies. Bis auf einen glauben sie mir nicht. Und ich soll nicht so viele Schichten tragen, ich friere jedoch noch, da wir uns noch kaum bewegt haben. Die Männer haben ja die Erfahrung. Und ich, kenne ich meinen Körper etwa nicht? Und nur, weil ich viel Wissen von anderen und aus Büchern habe, ist das gleich falsch? Ich kämpfe mit den Tränen aber sage mir immer wieder, dass es vorübergehend ist und ich dabei etwas lernen soll. U d ich weiß, sie meinen es nur gut mit mir. Trotzdem. Es ist anstrengend. Und so ermüdend.. sicher nicht nur für mich, ich weiß..

Später frage ich nach einer zweiten Ibuprofen, gegen die Schmerzen im Knie, damit ich mithalten kann. Der Guide sagt, ich würde Tabletten in rauen Mengen schlucken. Dabei tue ich das nur, weil ich nicht will, dass ich noch mehr hinten dran hinke. Wer mich kennt, weiß, dass ich Tablettengegner bin. Aber er glaubt mir wohl nicht oder macht sich Sorgen, schließlich trägt er die Verantwortung…schwierig, wir kennen uns noch zu wenig und die Situation ist verzwickt. Ich sollte dem nicht zu viel Gewicht beimessen und lernen, mich nicht gleich angegriffen zu fühlen. Aber nun zum „Äußeren“ erleben:

Heute ist der Weg leicht, eine Weile kann ich vorne laufen. Die freie Sicht und das sonnige Wetter motivieren mich. Der Weg ist wunderschön, es geht noch etwas bergauf aber immer wieder Aussicht auf den See oder lichten Wald und abgerundete Felsen. Wenn ich vorne gehe kann ich singen. Später, in Bare Loon, werde ich weit zurück gehen, allein, und viel und laut singen.

 Und an die Menschen denken, die fehlen. Die mich kennen und verstehen. Ich sie singe so laut wie selten. Ich weiß, kein Bär wird mir etwas tun. Ich werde beschützt. Und egal wie das hier ausgeht, mein Weg wird gut. Egal wohin er führt.
Abends reden die Männer, als ich schon im Zelt liege. Über mich? Ich glaube es zu hören und schlafe nicht gut. Liege noch drei Stunden wach und wache später oft auf. Zu viele Gedanken.
Tag 5 (16.9.17) Bare Loon Lake – Log Cabin

Wir stehen gegen halb 8 auf, frühstücken. Gegen 9 geht es dann los. Zwischendurch müssen wir durch zwei schmale Flüsse, den Männern reicht das Wasser bis knapp übers Knie, ich gehe barfuß und in Unterhose, die trotzdem nass wird. Egal, heute muss es nicht mehr warm werden, es ist die letzte Etappe. Und irgendwie fühlt es sich gut an, das eisige Wasser. Meine Wanderschuhe sind schon vorher nass geworden, deshalb laufe ich mit Barfußschuhen. An sich kein Problem, beim Laufen werden die Füße warm, ich liebe die Schuhe, aber der Rest des Weges führt auf Bahngleisen entlang und nach knapp 9km macht das keinen Spaß mehr.
Gegen 12 kommen wir in Log Cabin an, wo der Van auf uns wartet. Ich freue mich auf die Gastmutter. Und die Kinder. Und die Tiere. Nur nicht auf den Hahn. Na gut, vielleicht ein bisschen..

Leckere Linsenfalafel und Linsen-Kokos-Püree mit selber Basis, vegan, glutenfrei, nach Wunsch fettarm und ohne Salz/Zucker

Standard

Grundrezept (Lässt sich auch Halb/Halb teilen)

1 Tasse Linsen rot

1Tasse Linsen gelb

Ordentlich Gewürze nach Geschmack (ich nehme gern Kurkuma, Knoblauch, Kreuzkümmel (sparsam!), rote Paprika mild und scharf , Petersilie, Pfeffer

1 rote Zwiebel, gehackt

Optional etwas Lupinenschrot oder anderes Mehl

Für die Falafel alles bis auf die Zwiebel in den Mixer, dann mit 3,5 Tassen heißem Wasser aufgießen, 15 Minuten ziehen lassen, Kugeln formen und im Backofen bei 180 Grad knusprig backen oder wer will brät sie in Öl.

Für den Brei alle Zutaten in einem Topf mit 4-5 Tassen Wasser unter rühren aufkochen, etwas Kokosmilch dazu und bei niedriger Temperatur 10 Minuten weiter kochen, gelegentlich umrühren.

Z.B. mit Kürbis servieren und nach Belieben Cashewkerne und/oder Tahin dazu (ich habe Kürbiskerne rne und Sesamsaat mit etwas Wasser gemixt und unter gerührt – sehr lecker!

Wer mag salzt am Schluss,

Wohl bekomms!:)

„Festivalbrot“

Standard

Glutenfreies veganes Brot Nr2 (Festivalbrot ;))Nach Belieben Low-Carb, Zucker- und salzfrei
Zutaten
* 1 Becher Leinsamen, geschrotet

* 250 Becher Nüsse nach Wahl

* 250g Kürbiskernmehl (o.a.)

* 5 EL Chiasamen

* 4 EL Flohsamenschalen oder Flohsamenschalenmehl
* 1 TL Meersalz bei Bedarf

* 1 EL Ahornsirup oder Melasse oder andere Süße bei Bedarf

* Gewürze (ich habe hier mit Zimt, Kardamon, Vanille und Ingwer gewürzt

* 2 Becher Wasser
1. Alle trockenen Zutaten mischen. Wasser zu den trockenen Zutaten geben, gut vermischen und in eine kleine Kastenform mit Backpapier geben.

2. Für min. 2 Stunden oder auch über nach stehen lassen.

3. Das Backrohr auf 175°C vorheizen. Für 20min backen, dann das Brot auf ein Blech stürzen und für 30-40min weiterbacken. Am besten schmeckts, wenn einzelne Scheiben oder kleinere Brote gebacken werden, Seils knuspriger wird!

Vegane Leberwurst, nach Bedarf sos frei

Standard

Vegane Leberwurst 
Zutaten
175-200g Tofu, geräucherten (je nach Packung) 

250g

Kidneybohnen, Dose oder gekocht 

2 normale Zwiebeln, ich nehme gern rote

Wer mag tut Öl nach Geschmack dazu 1-2EL, ich habe aber Aprikosenkernmus genommen 

2 TL 

Majoran, (frisch oder getrocknet)

  

Salz falls Bedarf besteht 


Zwiebeln in Wasser oder Öl andünsten, gekochte Bohnen und gewürfelten Tofu mit Zwiebeln in den Mixer und mit den Gewürzen abschmecken. Ich mache z.B. noch Schärfe dazu.
Lasst es euch schmecken!

Veganes, glutenfreies Brot ohne Mehl und nach Belieben variabel, auch roh essbar

Standard

Glutenfreies veganes Brot, nach Belieben Low-Carb, Zucker- und salzfrei 

Zutaten:

1 Becher (entspricht ca 200g) Sonnenblumenkerne oder wie hier Kürbiskerne 

1/2 Becher Leinsamen, geschrotet

1/2 Becher Nüsse nach Wahl oder wie hier Sesam

1,5 Becher Sojaflocken für Low Carb) oder Haferflocken oder Buchweizen oder oder im Mixer geschrotet

2 EL Chiasamen

4 EL Flohsamenschalen oder Flohsamenschalenmehl

1 TL Meersalz bei Bedarf 
1 EL Ahornsirup oder andere Süße bei Bedarf

Gewürze nach Bedarf

2 EL geschmolzenes Kokos(Öl)

1,5 Becher Wasser
Alle trockenen Zutaten mischen. Wasser, Süße und Kokosöl vermischen und zu den trockenen Zutaten geben, gut vermischen und in eine kleine Kastenform mit Backpapier geben.


Für min. 2 Stunden oder auch über nach stehen lassen.

Das Backrohr auf 180°C vorheizen. Für 20min backen, dann das Brot auf ein Blech stürzen und für 30min weiterbacken. 

Man kann es zB. Mit dem begaben Käse überbacken oder auch in Scheiben toasten. Super als Trekkingnahrung geeignet!

Guten Appetit!