Memories

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Und so wärme ich mich an den Gedanken des Vergangenen, hülle mich ein mit unzähligen Erinnerungen, während um mich herum alles gefriert. 

Stumpf wie ein Eiszapfen mag ich wirken und tatsächlich, ich fühle kaum noch. 

Du hast es passend in Worte verpackt, die Toleranz hat sich zu einem „alles egal“ entwickelt. 

Doch mein schneebedeckter Schutzpanzer birgt bei genauerer Betrachtung Risse. Eine unerschöpfliche Sammlung schöner, einzigartiger Momente und Begegnungen voller (Be)rührung, bringt auch das Kälteste zum schmelzen.

…und wehrlos gebe ich mich hin, ihm, dem bittersüßen Schmerz, der Hand in Hand mit der Erinnerung durch die schneebedeckten Berge in schweren Stiefeln daher kommt..

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Im Wartezimmer

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Und dann kommt einer in dein Leben und erinnert dich. Einfach so. Dreist setzt er sich dir auf die Schulter und plaudert ununterbrochen auf dich ein.

Und du erinnerst dich. Ob du willst oder nicht.
Und plötzlich merkst du wie sehr du sie vermisst. Alle die da waren. Und die da noch sind. Auf der Welt. In dieser Stadt. Oder einer fremden. Nah. Fern. Was sind das schon für Kategorien. Subjektiv fühlt es sich immer anders an.

Und der, der auf deinen Schultern sitzt, er setzt dir Flausen ins Ohr. Pflanzt sie in deinen Kopf, viele kleine Ideen und Phantastereien.

Und du wunderst dich.
Du wunderst dich, denn du weißt, dass stets nur wenige Samen zu kräftigen Bäumen wachsen, denn du erinnerst dich.
Trotzdem glaubst du zu spüren, wie einer nach dem anderen keimt. Sich öffnet. Spriest und wächst. Und der, der da sitzt gießt die Setzlinge mit Worten.

Und aus Worten werden Sätze.

Und aus Sätze Geschichten.

Und aus Geschichten werden…

Und plötzlich wird es still auf deiner Schulter.
Gespannt spitzt du die Ohren und lauscht. Und du erinnerst dich. Wie sehr du es vermisst. Und willst. Und, dass es in dir ist. Das Leben.

Und du erinnerst.
Und du lauschst.
Und erinnerst.

Manchmal werden aus Geschichten Taten. Und diese Taten werden Geschichten.

Erinnere dich!