Anything in between

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And again

I’m on the way

On my way

into the unknown.

I like this feeling of being “in between”

while I am traveling from one place to another.

…perhaps because in this “in between” lies no responsibility and anything can be new but doesn’t have to…

Ucluelet – Strände und Regenwald

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24.11.17

21Uhr

Die Tage in Ucluelet sind nun schon fast vorüber.

Hier eine kurze Zusammenfassung für Euch.

Ich war die ersten zwei Tage tagsüber eher allein unterwegs und habe beide Teile des Wild Pacific Trails gemacht, war abends am Hafen und hatte sogar das Glück, dass es nicht ununterbrochen geregnet hatte. Einmal kam sogar kurz die Sonne raus. Trotzdem fühlte ich mich nicht sonderlich gut, irgendwie kam wieder diese Reisedepression ständig unterwegs zu sein und nie Zeit zu haben, alles Revue passieren lassen zu können. Blick vom Wild Pacific Trail

Martina reiste ab, Audrey, eine 32 jährige Belgierin kam zu mir ins Zimmer. Nett, aber irgendwie hatte ich keine Lust mehr, Leute zu mögen. Klingt komisch aber dieses ständige Kennenlernen und wieder verabschieden ist anstrengend. Ich hatte es u.a. auch mit Mandy davon. Ich glaube, die meisten Reisenden kennen das ab und zu. Gestern kam dann noch Simon dazu, gerade mal 18, ein unglaublich lieber und angenehmer Mensch. Im Yukon traf ich ja bisher meist ältere Menschen, hier ist es genau umgekehrt. Und doch macht es keinen Unterschied, was mich immer wieder fasziniert.

Heute war dann ein sehr schöner „Abschlusstag“. Simon und ich trampten zum Rainforest Trail. Dieser besteht aus zwei Loops, einer war geschlossen aber wir machten trotzdem beide. Das war recht spannend, denn wir mussten aufpassen, dass uns die im gesperrten Teil Arbeiten erledigenden Männer nicht sahen.

Der Trail selbst war wirklich atemberaubend. Riesige Hemlock- und Purpur-Tannen sowie Riesen-Lebensbäume (Thuja) säumen den Weg. Der Boden ist von Farnen, schillerndem Moos und Flechten bedeckt und die Luft könnte frischer nicht sein. Wir schleichen fast, da der Ort eine faszinierende Mystik vermittelt, man fühlt eine große Achtung vor der hier atmenden Natur. Einem großen Pilz, welcher an einem Baum hängt, können wir sogar dabei zusehen, wie er in regelmäßigen Abständen Sporen ausstößt. Für all die Grüntöne, welche wir hier sehen, müssen die Namen erst noch erfunden werden, denke ich.

Später machen wir den sehr kurzen Bog (Morast) Trail, welcher eher ein kleiner Spaziergang durch eine Landschaft von niedrig wachsenden Küstenkiefern ist. Hier hat sich der Mensch eingemischt doch die Natur gewinnt nach und nach ihr Land zurück.

Zuletzt begeben wir uns noch auf den South Beach Trail, welchem später der Nuu-Chah-Nulth Trail folgt. Anfangs kommen wir an den Buchten des South Beach und des Long Beach vorbei, wo wir allerlei Algen, Muscheln und Korallen sowie künstlerisch von den Wellen geformtes Treibholz bestaunen können.

Im Wald selbst frage ich mich, ob wir wohl einem Puma begegnen werden aber zum Glück gibt es kein „Ja“ auf diese Frage. Auch hier ist der Wald sehr abwechslungsreich und das Rauschen des nahen Meeres klingt rhythmisch in unseren Ohren.

Kurz vor Dämmerung verlassen wir den Trail und bekommen sogar gleich eine Mitfahrgelegenheit bei zwei Surfern bis Ucluelet. Dort geht es noch kurz an den Hafen, leider sichten wir jedoch keine Seelöwen, wenngleich wir sie in der Ferne heulen hören. Es ist Midnight Madness anlässlich des Black Friday und so stöbere ich noch ein wenig in den Second Hand Läden des Städchens umher bevor der Abend am Kamin des Hostels leise ausklingt.

The seal (some kind of different poetry;))

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And as the fog over the harbor divides the darkness of the night into thousands of tiny drops of water, I listen to the quiet resting of the sea and I finally inhale the deep loneliness of freedom into my lungs (until a seal unexpectedly starts a kamikaze attack on me ..)

Ins Herz geschlossen

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Egal wo auf der Erde, überall gibt es sie. Diese Orte, an denen Menschen ihre Liebe zueinander mit einem Schloß bekunden, in das meistens noch die Namen oder zumindest die Initialen der Verliebten eingraviert sind. Meist sind es Brücken, der Fantasie sind jedoch keine Grenzen gesetzt, so bieten sich u.a. auch Straßenlaternen und Baumstümpfe an. Ich frage mich immer wieder, worum es da genau geht. Ja, ich weiß schon, dass dahinter wieder ursprünglich ein alter Brauch liegt. Hierzu gibt es ausreichend Informationen zum Beispiel Hier. Ich frage mich aber mit welcher Intention die Verliebten dies tatsächlich tun. Um den anderen an sich zu binden? Anzuketten? Dass Liebe nicht in Ketten gelegt werden kann, sollte ja allerseits bekannt sein. Oder geht es darum, die Liebe nach außen zu präsentieren, so wie bei einem „Just married“ am Auto oder dem Storch vorm Haus, wenn ein Kind geboren ist. Das kann man als Stolz deuten oder aber auch einfach als ein Teilen-Wollen des neuen Glücks. Denn das Teilen-Wollen unserer Gefühle, Gedanken und Erlebnisse liegt uns ja allen inne, mit ein Grund, warum ich regelmäßig blogge. Womöglich ist es auch einfach eine Geste dem Partner gegenüber, so wie das schenken einer roten Rose – nichts sonderlich kreatives, das haben schon tausende zuvor gemacht aber es hat sich bewährt.

Ich verstehe es auf jeden Fall nicht. Deshalb hier an Euch die Frage: was denkt ihr? Habt ihr selbst schon so ein Schloß irgendwo aufhängt? Falls ja, wo? Warum? Und was macht man nach einer Trennung damit…?

Ich freue mich auch über Bilder von Orten, an denen ihr diese Schlösser gesichtet habt.

Hier eines aus Ucluelet, Vancouver Island auf dem Wild Pacific Trail

Update Reisetagebuch Vancouver-Ucluelet

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Ich sitze im Bus, welcher mich vom Nanaimo ins dreieinhalb Stunden entfernte Ucluelet bringt. Heute morgen um 6:30am verließ ich das HI Hostel in Downtown Vancouver, in dem ich die letzten drei Nächte verbracht habe, zwei davon komplett allein im Vierbettzimmer. Mit dem Bus ging es zur Pazific Central Station, dort weiter mit dem Tofino Bus bis zum Hafen, dann mit der Fähre über den verregneten Pazifik und nun wieder im Tofino Bus weiter. Die Zeit in der Stadt scheint, ganz anders als im Yukon, davon zu fliegen. Als ich Samstagabend im Hostel ankam, machte ich mich gleich nachdem ich Amie, ebenfalls Erzieherin, aus den UK kennengelernt hatte, wieder auf, um noch etwas zum Abendessen zu besorgen. Aufgrund der riesigen Auswahl an Restaurants in Downtown entschied ich mich recht schnell für ein naheliegendes indisches Bistro, da dies recht günstig schien und zudem einige vegane und glutenfreie Gerichte anbietet. Der Kellner war sehr nett und wir unterhielten uns angeregt. Fast schade, dass bald James dazu stieß, ein Couchsurfer, der mich über die Plattform für ein „Hangout“ kontaktiert hatte. Nach dem Essen gingen wir noch etwas durch Downtown spazieren, James zeigte mir einen Marihuana Shop und seine Wohnung. Downtown ist ein buntes Viertel, mit Regenbögen als Zebrastreifen, welches als Hochburg für Queers und Kiffer gilt.

Zurück im Hostel war es schon spät und nach nur fünf Stunden unruhigem Halbschlaf stand ich wieder auf, machte Yoga, ging mit Amie zum Frühstück (für mich gab es leider nur ‚vegane Äpfel’) und verabschiedete sie, da sie nun weiter nach Australien zieht. Den Vormittag verbrachte ich entspannt im Hostel, es regnete in Strömen, nachmittags traf ich Douglas, ebenfalls durch „Hangouts“. Eigentlich waren wir nur zum Essen verabredet, tatsächlich endete das Treffen erst sieben Stunden später. Völlig durchnässt nach einem Spaziergang durch den Stanley Park und die halbe Stadt fand ich mich nach mehreren Fahrten mit verschiedenen Sky Trains in einem Tempel wieder, in dem Hare Krishna Mantren gesungen wurden und ein Guru mit Mikro im Schneidersitz Lebensweisheiten offenbarte. Ich habe immer noch keine Ahnung, wo genau ich war aber am Schluss gab es tatsächlich dort etwas zu essen, sehr lecker, vieles vegan und umsonst war es auch.

Und in den letzten Tagen habe ich gelernt, dass bis 10.000 mm Wassersäule wasserfest bei meiner Regenjacke hier nichts bedeutet. Selbst der Schirm, den mir mein lieber Ernie aus Whitehorse mitgegeben hat, hielt den Wassermassen nicht stand. Auch eine Erfahrung, die ich wohl machen musste.

Montag wollte ich dann eigentlich sehr früh los zur Suspension Bridge, doch meine Müdigkeit gekoppelt mit Unlust und Reisestagnation machten das Rausgehen schwer. Letztendlich wurde es Nachmittag, dafür hatte ich super nette Begleitung von Tobi aus der Nähe von Trier, der für ein Jahr durch Kanada reist und hier arbeitet. Der Park war etwas gewöhnungsbedürftig, sehr touristisch und unserer Meinung nach das Geld nicht wert aber wir fanden später einen schönen Trail durch den Regenwald außerhalb des Parks und trotzdem, dass wir nur eine Stunde hatten, bevor es dunkel wurde, hatte sich der Tag somit gelohnt.

Soweit meine Tage in Vancouver. Ich bin gerade nicht so gut im Schreiben, da ich immer noch von der Größe Stadt „overwhelmed“ bin (und das nicht im romantischen Sinne). Überall Konsum. Riesige Wolkenkratzer. Menschen. Und hier, wo man doch nie allein ist, scheint die Anonymität des Einzelnen immens. Trotzdem muss ich sagen, ich finde die Kanadier überall bisher sehr freundlich. Selbst beim Busfahrer wird sich bedankt, ich freue mich mittlerweile über das obligatorische „How are you today“ im Supermarkt (da es mich tatsächlich daran erinnert, zu mir zurück zu kommen) und auch die Obdachlosen reagieren freundlich und bedanken sich, wenn ich Ihnen erkläre, dass ich kein Bargeld bei mir trage.

Nichtsdestotrotz bin ich kein Stadtmensch. Das werde ich wohl auch nie sein, Freiburg ist einfach etwas anderes. Und ich glaube ich muss zugeben, den Yukon zu vermissen. Gerade hatte ich mich an die trockene Luft gewöhnt. Und an die Kälte, die eigentlich gar nicht so schlimm ist gepaart mit dem glitzern des Weiß und dem Strahlen der Sonne. Eigentlich sogar sehr, sehr schön. Genau wie die meisten Begegnungen dort.

Aber jetzt sind es eben feuchte Luft, Regen und Grau, welche mich umgeben. Dafür der Pazifik, Wasservögel und vielleicht auch Wale. Und in Island dann werde ich beides haben, Kälte UND Nässe. Es bleibt spannend.

Ucluelet

Später, in Ucluelet, gehe ich im strömenden Regen den Wild Pazifik Trail entlang. Alles ist bunt grün und das Meer so wild aber noch kann ich es nicht so genießen. Ich hänge wohl noch etwas im Yukon fest. Danach, im Surfs Inn, einem total süßen Hostel, lerne ich Lovina, Lasse, Martina und Mandy kennen – alles Deutsche. Natürlich.. Wir unterhalten uns so gut und sitzen gemütlich am Kamin, dass ich mich trotz Müdigkeit kaum losreißen kann. Ich bin die älteste, Martina ist zehn Jahre jünger. Trotzdem fühlt es sich nicht so an. Genauso wenig, wie Ernest 67 war, wenn wir uns unterhielten. Wir sind eben alle einfach Menschen. Schön.

Skizze

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Während die Sonne langsam grapefruitfarben am Horizont abtaucht, um dort aufzugehen, wo du vielleicht bist, und ich, die wattebauschartigen Wolken versunken weiter betrachte, bis meine Augen nur noch schemenhaft sehen können, tauchen die Bilder vergangener Stunden, Tage, Wochen in mir auf und die Frage, welche von ihnen auch alsbald zu Schemen werden und welche, wie deines und ihres (und vielleicht meines bei dir oder ihm) nichts an Klarheit einbüßen werden, gleich wieviele Wochen, Monate, Jahre ihnen folgen…