Etwas

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Irgendetwas bewegt sich in mir, Etwas macht etwas mit mir und ich kenne es gut. Viel zu gut und doch kaum.

Es war immer schon hier, schlummerte nur ab und an und ich vergaß irgendwann, fast, dass etwas stets etwas macht, denn das Etwas hat Macht.

Dann, als es sich plötzlich erstmals wieder regte, in mir wieder auflebte, hielt ich zu, hielt zu Dir. Augen und Ohren zu, denn da warst jetzt auch Du.

Und Du wusstest in Dir von dem Etwas in mir, und wie ein Wunder, bliebst Du trotzdem noch hier.

Doch wir wissen nicht viel, wissen wir doch das eine; Wissen ist nicht gleich begreifen. Und selbst ich spüre mich jedes Mal wieder neu, dieses Etwas nur spärlich zu greifen.

Es entgleitet mir erneut, dieses Etwas zu beschreiben, auch wenn ich schon etliche Worte, Sätze, Bilder erfand, um es Dir zu erklären, ehrlich gesagt und offen geschwiegen, gleitet es mir ja selbst täglich wieder durch meine geschlossene Hand und ist mir stets unerklärlich geblieben. Und ich stehe und komme vielleicht auch diesmal nicht weiter, komme nicht durch die dunkle, unergründliche Wand.

Und Du? Du nimmst mich und hältst mich, während ich weiter reise, längst erneut unterwegs an dem endlosen Strand. Auf dem Weg, auf der Suche, nach dem altvertrauten Feinde, dem fremden, ewigen Freund, den ich nie recht gekannt.

Wortfetzengedankenspiel

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Du..

und 

Du

und

..Du

Drei mal das gleiche Du und doch nie selbiges, verwirrend, nicht? Ich weiß.

Gefühle, das haben sie an sich. Blenden, stellen Beine, überwältigen. Und dann will man sie fort schicken. Oder doch nur „anders“ haben. 
Wer bitte hat behauptet, dass es einfach würde? Es bleibt unberechenbar, mitreißend, reizvoll. 

Nun gut, solange Du, (ich), es mich nicht zerreißt…

Zerreißprobe. Proben für was? Bleibt es ein (Schau)spiel? 

Ich werde darüber schlafen. Und morgen nicht klüger aufwachen. Immer noch dieselbe. Aber nicht gleich…

Ratlos

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Weintrunken erinnere ich die Tage, welche längst vergangen

und obschon ich weiß,

dass neue Folgen werden, begreife ich nicht.

Nichts hat mich die Zeit gelehrt, nur immer dasselbe und trotzdem finde ich keine Antwort und suche noch immer die richtige Frage. 

Ob ich eines Tages alt sein werde und doch nie weise, bleibt ein Rätsel.

Und du, du bist längst meilenweit entfernt und lässt mich fragend zurück, während du neben mir sitzt und mich frech angrinst.

Ich lächle zurück, gleichmütig und unwissender als je zuvor.