Momentaufnahme 18.11.17, 3.35pm

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Ein letztes Mal am Yukonriver die Luft des Nordens einatmen, welche gleichermaßen nach Freiheit, Weite, Einsamkeit, klirrender Kälte und der Gemütlichkeit eines Holzofens duftet. Und wie ein alter Bekannter wünscht mir ein Weißkopfseeadler von einer Straßenlaterne aus eine gute Weiterreise..

Eine Chilenin im Yukon

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24. 9. 17. (Tag der Wahl…)

Heute habe ich Sofía kennengelernt. Ich habe sie auf CouchSurfing kontaktiert, da ich dachte, es wäre schön, jemanden kennen zu lernen, mit dem ich mich etwas austauschen kann. Tatsächlich fühle ich mich etwas einsam, auch wenn die Gastfamilie sehr freundlich ist so ist es doch ein geschlossenes System für sich und ich bin nur vorübergehender Helfer hier. Sofía kommt ursprünglich aus Chile, ist in meinem Alter und arbeitet für eine Tourenagentur, welche Nordlichter mit ihren Kunden „jagt“. Diese Nacht soll es übrigens welche geben, ich werde wachen, auch wenn es morgen früh wieder an die Arbeit geht 😉
Sofía kam extra aus dem 60km entfernen Whitehorse, um mich zu besuchen. Wir gingen mit drei der Hunde ein paar Stunden spazieren und redeten ununterbrochen über uns, Kanada, die Welt und unsere Erfahrungen im Ausland, Menschen, Mentalitäten uvm..Es war total schön und tat richtig gut! Ich bin sehr froh, eine so lebenslustige, offene und interessante Persönlichkeit kennen zu lernen und freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen…

Reisetagebuch Yukon-Vancouver-Island Teil 3

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7.9.2017 14:26
Ich sitze am Rande des Wheatonriver, die Herbstsonne schaut zwischen den großen Wolken hindurch und wärmt meine Haut ein wenig, während der frische Wind mir um die Ohren weht. Nanuk und Muck, die zwei Hunde, welche ich bei mir habe, streunen durch den angrenzenden Wald und wittern ab und an ein Eichhörnchen. 


Gestern war „Stadttag“ im eine Autostunde entfernten Whitehorse – Tourenfood kaufen, Kids von Schule und Kindergarten abholen, Wäsche waschen. Mit Carmen war es echt lustig, trotzdem, Städte ermüden mich und Whitehorse besticht nicht gerade durch Schönheit, wenngleich die Atmosphäre nett ist, sehr entschleunigt und legere.


Heute ist mein freier Tag für diese Woche, da Sonntag Gäste kommen und nachdem ich eine nicht so tolle Nacht hatte und etwas am kränkeln bin, verlief der Vormittag sehr schleppend. Ein kurzes Bad im eisigen Fluss, heute alles andere als angenehm, dann zum ersten Mal doch den Ofen anheizen und danach ein sehr ausgiebiges, reichhaltiges Frühstück mit Mandeljoghurt, Porridge, Obst, Kaffee und massig Nüssen. Schokolade gab es obendrauf. Die Bikinifigur brauch ich hier ja nicht ;).


Dann Tasche mit Wasser und Bärenspray gepackt und ab aufs Rad. Jetzt bin ich froh, dass ich noch los bin. Ich weiß nicht genau, ob ich es spannend oder beängstigend fände, einen Bären (natürlich von weitem) zu sehen..


Nachher dann noch Test-Zelt aufbauen für den Chillkoot Trail nächste Woche. Das Wetter soll leider schlechter werden. Meine Ferse heilt langsam. Laufen wird also gut gehen. Gott sei Dank. Jetzt noch ein wenig das Draußen genießen. Es zieht langsam zu.