Reisetagebuch Yukon-Vancouver-Island Teil 3

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7.9.2017 14:26
Ich sitze am Rande des Wheatonriver, die Herbstsonne schaut zwischen den großen Wolken hindurch und wärmt meine Haut ein wenig, während der frische Wind mir um die Ohren weht. Nanuk und Muck, die zwei Hunde, welche ich bei mir habe, streunen durch den angrenzenden Wald und wittern ab und an ein Eichhörnchen. 


Gestern war „Stadttag“ im eine Autostunde entfernten Whitehorse – Tourenfood kaufen, Kids von Schule und Kindergarten abholen, Wäsche waschen. Mit Carmen war es echt lustig, trotzdem, Städte ermüden mich und Whitehorse besticht nicht gerade durch Schönheit, wenngleich die Atmosphäre nett ist, sehr entschleunigt und legere.


Heute ist mein freier Tag für diese Woche, da Sonntag Gäste kommen und nachdem ich eine nicht so tolle Nacht hatte und etwas am kränkeln bin, verlief der Vormittag sehr schleppend. Ein kurzes Bad im eisigen Fluss, heute alles andere als angenehm, dann zum ersten Mal doch den Ofen anheizen und danach ein sehr ausgiebiges, reichhaltiges Frühstück mit Mandeljoghurt, Porridge, Obst, Kaffee und massig Nüssen. Schokolade gab es obendrauf. Die Bikinifigur brauch ich hier ja nicht ;).


Dann Tasche mit Wasser und Bärenspray gepackt und ab aufs Rad. Jetzt bin ich froh, dass ich noch los bin. Ich weiß nicht genau, ob ich es spannend oder beängstigend fände, einen Bären (natürlich von weitem) zu sehen..


Nachher dann noch Test-Zelt aufbauen für den Chillkoot Trail nächste Woche. Das Wetter soll leider schlechter werden. Meine Ferse heilt langsam. Laufen wird also gut gehen. Gott sei Dank. Jetzt noch ein wenig das Draußen genießen. Es zieht langsam zu.

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Ich bin dann mal weg..

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Liebe Freunde, liebe Unterstützer!

Es ist soweit,  morgen Früh (geplant ist bei Sonnenaufgang, aber Pläne können sich ja bekanntlich ändern ;)) geht es für mich auf nach Tübingen.

Da ich ab Donnerstag wieder ein Seminar meiner Ausbildung zum Wander- und Trekkingguide habe, dachte ich mir, dass ich doch mit dem Fahrrad hinfahren könnte. Und dank meiner netten Vermieterin habe ich jetzt auch einen Hundeanhänger, den ich für meine Sachen benutzen kann.

Heute hab ich ihn gleich mal getestet. Es ist leider etwas unpraktisch aber man kann an mein Fahrrad nicht gleichzeitig einen Fahrradständer anbringen und den Anhänger, deshalb wird es eine aufregende Reise. Vor allem auch weil es ziemlich heiß ist, der Hundeanhänger mehrere Jahre im Keller stand und die Reifen komplett platt waren…. Meine Testfahrt hat er allerdings gut überstanden, aber es ist schon spannend wie viel schwerer es ist mit dem Anhänger zu fahren und auch wie unsicher ich mich dabei fühle. Ich hatte ja schon immer Unverständnis für die Eltern, welche mit den Kindern im Anhänger wie wild an der Dreisam lang rasen, aber jetzt verstehe ich diese noch weniger. Na gut,  vielleicht muss man sich einfach daran gewöhnen und dafür habe ich ja jetzt mehrere Tage Zeit.

Ich freue mich auf jeden Fall, denn die Strecke ist sehr schön, sie geht an vielen Flüssen entlang, unter anderem an der Elz und durch das Kinzigtal – ich liebe Wasser!

Wer mich kennt weiß, dass ich Angst vor Gewitter habe. Dem werde ich wohl in den nächsten Tagen nicht entgehen können. Wünscht mir also Glück bei der Suche nach einem sicheren Schlafplatz im Wald! Ein Zelt habe ich auch nicht dabei aber ich spanne ja gerne mein Tarp und so lange es nicht so schüttet wie hier in letzter Zeit, sollte das kein Problem sein.

Ich versuche Euch ein paar Notizen und Fotos zu machen, und werde Euch dann später berichten. Ich wünsche auf jeden Fall jedem Einzelnen von Euch auch eine schöne Zeit und freue mich, wenn ich wieder komme und noch ein paar weitere Unterstützer gewonnen habe!

Aufgeregte Grüße,

eure Hanife

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Verpflegung für die nächten Tage 🙂