Gedanken zum Reisen

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Der Junge, der die Kamele antreibt…

Sand in den Augen

 

Der Junge, der die Kamele antreibt,

welche tatsächlich Dromedare sind,

ist eigentlich ein junger Mann,

der eine Mutter hat und einen Vater.

vermutlich hat er auch Brüder und Schwestern, die ihn lieben. Die er liebt.

Wie du und ich.

 

Der Junge, der die Kamele antreibt,

treibt sie tatsächlich gar nicht an,

er begleitet sie und schätzt sie.

Nur selten reitet er selbst, meist sind es die Touristen, die sich von ihnen tragen lassen.

Wie du und ich.

 

Der Junge, der die Kamele antreibt

und leise vor sich hin summt,

singt eigentlich laut. Innerlich. Und wenn er lacht,

öffnet einem sich die Seele. Ich bin sicher, er hat Träume und Sehnsüchte.

Wie du und ich.

 

Ach würde doch der Junge mit den Dromedaren

und den Träumen, den wunderschönen, tiefbraunen Augen

und dem unwiderstehlich ansteckenden Lachen, 

die Frau, den Menschen hinter der Touristin sehen.

Doch vielleicht ist auch er blind.

Wie du und ich.

Denn wir haben alle noch immer Sand in den Augen.

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Tag 5 Sahara

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Tag 5

Ich kann mich nicht erinnern, je so eine Stille erlebt zu haben. Hier in der Wüste ist es so, als ob ich zum ersten Mal wirklich hören kann. Obwohl der Wind weht. Obwohl ein paar Männer im Zelt Tee trinken und reden. Ihre Stimmen dringen gedämpft zu mir. Und daneben immer noch diese unglaubliche, unbekannte, tiefe Stille.

Ich habe letzte Nacht besser geschlafen, als die Tage zuvor. Das Bett im Lehmhaus bestand aus einer harten, flachen Matratze, ein paar sandigen Decken und einem steinharten Kissen. Es war kühl aber nicht kalt. Und die Stille. Sie war gestern schon da, nur noch nicht so voluminös. 

Heute morgen dann der Versuch, Yoga im Sand zu machen. Schwierig, vor allem wegen der drei Hunde, die meine Aufmerksamkeit forderten. Auch gut, dann nur kurz die Weite begrüßen und sich an das grelle Licht gewöhnen. Nach dem Frühstück gehen wir auf den Markt. Ein bisschen Obst, Gemüse kaufen. Ein Junge bettelt und greift in meine Tüte. J’ai faim. Ich gebe ihm einen Apfel. Ob der ihn satt machen wird? Danach noch Kanister mit Wasser kaufen. Den Rückweg zum Camp gehen wir bewusst zu Fuß. 

Zu Fuß gehen erscheint uns auch später wieder die bessere Wahl, als wir uns mit Dromedaren auf den Weg machen, tiefer in die Wüste vorzudringen. Der Sand ist heiß aber brennt nicht, als ich barfuß neben meinem Dromedar her laufe. Auch hier wechselt der Boden, kleine Pflanzenteile stechen mich, Steine kitzeln und getrockneter Sand reibt auf meiner Haut. Ein gutes, echtes Gefühl. Dann kurze Rast unter einem Baum. Eine Blase am großen Zeh. Dann doch noch ein Stück Dromedar. Das Schaukeln und die Stille machen müde. 

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Sand unter den Füßen..

Wie kommen an. Kein Zelt aufbauen, alles steht schon, wieder die Buchstaben W und C. Auch ein paar andere Besucher. Ich höre meine Muttersprache und ärgere mich fast etwas.

Na gut, vielleicht eine Illusion, hier in so kurzer Zeit mehr ‚echt‘ zu erleben. 

Aber später Feuer. Bis dahin noch etwas Stille tanken, während die Stimmen der anderen meine Ohren von nebenan her streifen.

Ich gehe raus, lege mich in die Hängematte  und bereue, nichts zu schreiben mitgenommen zu haben. Der Wind weht leicht und kühl während sich die Sonne immer weiter senkt. Ich fröstele leicht und bin angenehm müde. Mein Handyakku ist fast leer. Festhalten, denke ich.

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Der Blick von unserem Zelt aus. In der Ferne eines der Dromedare. Anna und Lena auf einer Düne.

 

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Platz zum Verweilen und Träumen

Feuer. Endlich. Wir sitzen hier nachdem wir den Sonnenuntergang auf einer Düne angesehen haben, zuvor unsere Namen in Arabisch im Sand gelesen haben. Der Sand ist so anders, dunkler, feiner. Ich möchte meine Hände vergraben in den tieferen Schichten, die auch noch nach dem Sonnenuntergang angenehm warm sind. 

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Wir schauen der Sonne beim Untergehen zu

Dann schnell bevor es ganz dunkel ist die Düne runter rennen. Ins Zelt, in dem es Tee, Nüsse und Kekse gibt und wir Anna und Lena kennenlernen, die in Jena studieren. Anna hat mit ihren 22 Jahren schon fast die ganze Welt bereist. Sie erzählt. Ich höre ihr gern zu aber ich verspüre keinen Neid. Wir schieben die flachen  Tischchen zusammen. Es gibt Suppe, danach Tajine. Zum Abschluss Obst. Heute alles vegan. Ich bedanke mich.

Ich sitze noch etwas mit Anna bei Kerzenschein und wir unterhalten uns, bevor wir zu den anderen ans Feuer sitzen. Es wird getrommelt.

Später: Brahim erzählt Witze und stellt uns Rätsel, auch wir versuchen uns daran. Ich singe doch die Deutschen trauen sich nicht richtig und bald sind nur noch Brahim, Saiid und zwei weitere, Lena und ich am Feuer. Wir spielen Kinderspiele, Tiergeräusche, Koffer packen mit Bewegungen, Flüsterpost. Es ist so simpel und doch habe ich lang nicht mehr so lachen müssen. Die Erwachsenen Männer mit ihren Turbanen schmeißen sich weg vor Lachen.

Zeitlose Momente. Wir haben weder Alter, noch Rasse, noch Geschlecht. Bei Flüsterpost beißt  mich Saiid ins Ohr. Als er heute die Dromedare führte sah er aus, wie einer, der zu schnell erwachsen werden musste. Jetzt sieht er aus wie ein freies, sorglosen Kind und seine Augen leuchten.  Ich frage was gute Nacht auf berber heißt. Leila Saida.

Vor unserem Zelt halte ich kurz inne. Der Mond ist inzwischen aufgegangen. Halbmond. Ich höre die Schlafgeräusche der anderen und gehe ins Zelt. Jetzt liege ich hier und lausche den Stimmen draußen. Fast schade, dass es morgen schon vorbei ist. Aber das kümmert mich nicht. Die Wüste ist ja zeitlos.

Day 5.

I cannot recall to have ever witnessed such silence. Here in the desert, it is as though I can truly hear for the first time. Despite the blowing wind. Despite a few men sitting in a tent and drinking tea. Their voices reach my ears muffeldly. And next to all that there’s still that unbelievable, unfamiliar, deep silence.

I have slept better last night than the days before. The bed in the clay house was nothing but a hard, flat mattress, a few sandy blankets and a stone-hard pillow. It was cool but not cold. And the silence. Yesterday it was there, but not yet so prominent.

Today in the morning I try to do yoga in the sand. Difficult, especially because of the three dogs that demand my attention. Fine as well, then just a short greeting the world and getting used to the dazzling light. After breakfast we go to the market. Buying some fruits, some vegetables. A boy begins begging and reaching into my bag. J’ai faim. I give him an apple. Will it still his hunger? Then buying a canister of water. We deliberately walk back to camp.

Walking also strikes us as the better option later on, when we take the dromedaries deeper into the desert. The sand is hot, but it does not burn me, as I walk barefoot next to my dromedary. Here, too, the ground keeps changing, small plants poke me, stones tickle and dried sand grinds on my skin. A good, true feeling. Then a short rest under a tree. A blister on my big toe. Then a short trip on the dromedary after all. The rocking and the silence make me tired.

We arrive. No setting up tents, everything’s been prepared, again the letters W and C. A few other visitors, too. I hear my own native tongue and almost feel a tad bit irritated.

Oh well, perhaps it was wistful thinking, to experience more ‚real‘ here in such a short amount of time.

But later on fire. Until then I load up on more silence, while the others‘ voices float past my ears.

I go outside, lie down in a hammock and regret having taken nothing along to write. The wind blows soft and cool while the sun descends further and further. I shiver a tiny bit and feel pleasantly tired. My battery is almost empty. Hold on, I think.

Fire. Finally. We sit here after having watched the sunset from a dune, having read our names being written in Arabic in the sand. The sand is so different, dark, finer. I want to bury my hands in the lower layers, that are still warm even after sundown.

Then quickly running down the dune before it becomes too dark. Into the tent, where there’s tea, nuts and biscuits, and where we meet Anna and Lena, who study in Jena. Anna, with her 22 years, has already seen most places in the world. She recounts her stories. I like listening to her, but feel no jealousy. We push together the flat tables. There’s soup, and after that tajine. Fruits to finish the meal. Today everything is vegan. I express my thanks.

I sit a while with Anna in the dim light of the candles, and we talk, before we go to the others at the fire. There’s drumming.

Later: Brahim tells us jokes and asks us riddles, which we try to solve. I sing, but the other Germans are too shy to join in and soon it’s only Brahim, Saiid and two others, Lena and I remaining at the fire. We play children’s games, Animal Sounds, I Packed My Bag, Telephone. It is so simple, and yet I have not laughed more in a long while. The adults with their turbans roll around on the ground with laughter.

Timeless moments. There’s no age, no race, no gender. Saiid bites my ear as we play telephone. When he lead the dromedaries today he looked like someone who had to grow up too quickly. Now he looks like a free, carefree child and his eyes twinkle brightly. I ask him what good night means in the berber language. Leila Saida.

I pause before our tent. The moon has risen. Half moon. I hear the sounds of the others sleeping and enter the tent. Now I lie here and listen to the voices outside. Almost sad, that tomorrow it’ll be over already. But that does not bother me now. After all, the desert is timeless.

 

Tag 4 Marrakesch-M’Hamid

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Tag 4

 Ich sitze im Bus. Fahre über das Atlasgebirge in Marokko. In den letzten fünf Stunden haben wir so viel Weite gesehen. Von kargen, trostlosen Landschaften über Sandsteinstraßen, Olivenhaine,  an lehmigen Flüssen und kleinen Wasserfällen vorbei, Ziegen am Berghang, ein paar Schafe dazwischen. Dann, nach einer Kurve plötzlich Nebel statt blauem Himmel, unvermittelt Schnee anstelle von warmer Frühlingsonne. Bei einer kurzen Rast, das Ganze Panorama wortwörtlich in 3D (siehe Foto). Dann wieder bergab, an Dattelpalmen vorbei, kleinen Dörfern. Eine größere Stadt, bis kurz darauf wieder karge Steinwüste, nur ein paar Büsche, heimatlose (freie?!) Hunde und viel Plastik, dass im Wind tanzt. 

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Fast unwirklich, auf einmal überall Schnee

Noch ein paar Stunden werden folgen. Weitere Eindrücke. Dann irgendwann endlich, eine Oasenstadt, bevor wir die Wüste betreten werden. Wie wird es sein? Werden wir uns frei fühlen? Oder doch Beklemmung empfinden? Oder beides?

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Das Gefühl der Freiheit will sich bei mir noch nicht recht einstellen. Vielleicht, weil ich den Bus nicht steuere. Weil ich eigentlich gar nichts bewege, während ich mich fortbewege. Sitzend.

Ich denke an unseren Plan. Mit dem Rad zum Forró Camp. Draußen schlafen. Auf dem Weg. Vorgestern haben wir draußen geschlafen. Marrakesch bei Nacht, klarer Himmel, kühle Luft. Es war nicht dasselbe. Das Feuer fehlte. Trotzdem war es schön.

Als wir am Busbahnhof ca 70km Vor unserem eigentlichen Ziel halten, steigen zwei junge Marokkaner mit Nomadengewand ein. Sie sprechen mich an. Aleman? Ja. Brahim is waiting for you in M’Hamid. Ok. Kurzes gegenseitiges Nicken. Beide gehen etwas weiter weg, einer telefoniert (vermutlich mit Brahim). Sie gehen. Gut, dann weiß er also, dass der Bus fast zwei Stunden später ankommt. Ich dachte mir schon, dass er damit rechnet. 

Eine weitere Stunde später dann tatsächlich Ankunft in M’hamid. Wir werden gleich von mehreren ‚guides‘ umringt. Desert Tour? Want to Biwak? Ich sage nur. No, we have Brahim. Und da kommt er auch schon, so wie man sich einen vorstellt, der in der Wüste lebt. Turban auf dem Kopf und wehende Kleidung. Er wirkt sehr ruhig, etwas abwesend, als er uns zu sich winkt. Wir steigen in einen Jeep. Brahim sitzt auf dem Beifahrersitz. Ein anderer mit T-Shirt und Rastas fährt. Sie reden auf arabisch, es riecht nach Alkohol. Scheinbar ziellos geht es in die Wüste, Wege sind keine zu erkennen. Kurz überlege ich, ob es naiv war, einem Fremden in der Wüste zu trauen. Couchsurfing in der Sahara?

Und wohin ich die anderen damit bringe. Doch dann Spuren von Reifen im Sand. Also doch Wege. Dann sicher auch ein Ziel.

Wir kommen kurz darauf im ‚Camp‘ an, wie Brahim es nennt. Vier kleine Lehmhütten im Sand, auf einer von ihnen sind mit Sprühfarbe die Buchstaben W und C zu lesen. Zwei Hunde begrüßen uns ungestüm. Doch ich habe nur Augen für diesen unglaublichen Sternenhimmel. Die Zeit steht kurz still. Und jetzt weiß ich, es war richtig, naiv zu sein.

Wir betreten eine der Lehmhütten. Sie besteht aus zwei kleinen Räumen. Nach dem Eintreten steht man direkt in der Küche, Neben an sind Sitzkissen auf dem Boden verteilt, in der Mitte ein kleiner, Knöchelhoher Tisch.

Hier lernen wir Marco aus den USA kennen. Er ist auch zum couchsurfen her gekommen. Mittlerweile ist das schon einen Monat her. Außerdem Hamza, Said und Ahmed. Es gibt Minztee zur Begrüßung. Er ist zuckersüß. Zu viel für mich. Ich nehme aus Höflichkeit ein zweites Glas. Kurz darauf tischt Ahmed Tajine auf. Kartoffeln, Gemüse, Fleisch. Für mich wird das Gemüse herausgefischt. Wir essen mit der Hand und nutzen Brot als Messer. And you don’t eat meat?  No. No meat, fish, eggs, milk. Schweigen. Wir essen weiter. Es schmeckt alles nach Fleisch. Ich versuche den Geschmack zu verdrängen. Hier werde ich den Spagat zwischen Höflichkeit und vegan leben neu lernen müssen. Für den Moment denke ich, schaffe ich das.

Mimok, die Katze, schläft derweil auf meinem Schoß ein. Wir reden viel. Marco erzählt, wie er sein Studium abgebrochen hat und nur seitdem mit woofing durch die Welt reist. Brahim erzählt von der Stille der Wüste und wie er die Welt mit Couchsurfern zu sich holt. Wir erzählen auch.

Später sehe ich den Mond aufgehen. 

Jetzt liege ich auf einer Matratze, die bequemer ist als die im letzten Riad und auch aus dem Hostel davor. Nah am Boden. Kerzenschein. Es ist still. Friedlich still.

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Unsere Unterkunft in M’Hamid (links unsere Lehmhütte, in der Mitte das WC, rechts die Hütte der anderen)

 

English Version Day 4

I’m sitting on the bus. Driving through the Atlas Mountains in Morocco. In the past five hours we have seen such vastness. From barren, bleak landscapes to sandstone plastered streets, olive groves, past loamy rivers and small waterfalls, goats on the mountainside, a few sheep here and there in between. Then, a bend later, suddenly mist instead of a blue sky, unexpected snow rather than a warm spring sun. A short rest, and we literally get the whole panorama in 3D. Then we continue on downhill, past date trees, past small villages. A larger town, and shortly thereafter more of the barren stone desert, only a few bushes, homeless (free?)dogs and lots of plastic that dances in the wind. A few more hours are to follow. More impressions. Then at some point, an oasis town, before we enter the desert.

What will it be like? Will we feel free? Or will we feel opressed? Or both? The feeling of freedom does not yet wash over me. Perhaps, because I am not driving the bus. Because I am not moving anything, while I myself am moving forwards. Seated. I think of our plan. By bike to the Forró Camp. Sleeping outside. On the way. The day before yesterday we slept outside. Marrakesh by night, clear sky, cool air. It wasn’t the same. The fire was missing. But still it was nice.

As we come to a halt at the bus station roughly 70km before our destination, two young Moroccans in nomad garments  hop on. They talk to me. Aleman? Yes. Brahim is waiting for you in M’Hamid. Ok. A quick mutual nod. Both distance themselves, one makes a call (probably to Brahim). They leave. All right, then he must know that the bus will arrive almost two hours too late. I kind of thought he’d expect that to happen.

Another hour later, arrival in M’Hamid. We’re instantly surrounded by several „guides“. Desert tour? Want to Biwak? I only say no, we have Brahim. And there he is, just as you would picture someone who lives in the desert. Turban on his head and draped in billowing clothes. He appears very calm, somewhat absent, as he waves us over. We get on a Jeep. Brahim takes the passenger seat. Someone in a t-shirt and with dreadlocks is driving. They speak in Arabic, it smells like alcohol. Apparently aimlessly we enter the desert, roads there seem to be none. I briefly think about whether I was too naive, trusting a stranger in the desert. Couchsurfing in the Sahara? And where am I taking the others? But then, tire tracks in the sand. So there are roads. And surely also a destination. A short while later we get to the „camp“, as Brahim calls it. 4 small clay huts in the sand, one of which has been sprayed with the letters W and C. 2 dogs welcome us brashly.

But I only have eyes for that breathtaking starlit sky. Time briefly stands still. And now I know, it was the right idea, to be naive.

We enter one of the clay huts. It consists of two small rooms. Upon entering you find yourself in the kitchen, next door there are seat cushions spread out on the floor, in the middle an ankle-high table. Here we are introduced to Marco from the USA. He too came here for couchsurfing. That was a month ago. There’s next door there are seat cushions spread out on the floor, in the middle an ankle-high table. Here we are introduced to Marco from the USA. He too came here for couchsurfing. That was a month ago.

There’s also Hamza, Said and Ahmed We’re offered a mint tea for our welcome. It is treacly sweet. Too much for me. Out of politeness I accept a second glass. Shortly afterwards the tajine is served. Potatos, vegetables, meat.

They fish out the vegetables for me. We eat with our hands and use bread as cutlery. And you don’t eat meat? No. No meat, fish, eggs, milk. Silence. We continue eating. It all tastes like meat. I try to suppress the taste. Here I will have to once again find the delicate line between politeness and living vegan. For now I think, I can do this.

In the meantime Mimok, the cat, is sleeping on my lap. We talk a lot. Marco recounts how he abandoned his studies and is since then travelling the world with woofing. Brahim speaks of the silence of the desert and how he attracts the outside world through couchsurfers.

We also tell our tales. Later on I see the moon rise.

Now I lie on a mattress, much more comfortable than the one in Riad and also than the one before. Close to the ground. Candlelight. It is quiet. Peacefully quiet.