Von Prinzen, Pferden und Wölfen. Von Monogamie und Polygamie. Aber eigentlich vom „Echt-Sein“.

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Mal ehrlich, träumen wir (Mädels) nicht alle insgeheim von dem einen Prinzen, der auf dem Ross daherkommt und uns mit in sein Schloss trägt? Na gut, bei mir ist der Prinz Gärtner und handwerklich begabt, spielt Gitarre und diverse andere Instrumente, sein Ross ist ein Wolf und sein Schloss ist ein umgebauter Pferdetransporter (ohne Pferd aber mit kleinem Ofen, Bücherei und großer Matratze), ich will ja realistisch bleiben..

 

Aber im Ernst, was wünschen wir uns? Ich kann ja nur von mir sprechen aber eigentlich stehe ich immer nur so sehr hinter diesem ganzen „offenen Beziehungsdings“, weil ich keine Ahnung habe, wie eine schöne, langfristige, ehrliche und treue Beziehung zu einem Mann funktioniert. Nicht, weil mir in einer festen Beziehung schnell langweilig wird (ok, das denke ich manchmal aber es stimmt nicht). Nein. Weil ich die Erfahrung noch nicht machen konnte. Meine einzige langjährige Beziehung war eine Fernbeziehung und ich muss sagen, der Kerl hatte wirklich Prinzpotential, auch ohne Ross, Wolf, Schloss oder dergleichen. Aber das war nun mal nicht die Erfahrung, über wirklich lange, lange Zeit mit jemandem das Leben und vor allem den Alltag live und in Farbe zu teilen.

 

Und alle anderen Pseudoprinzen entpuppten sich als Angsthasen oder Haremsbesitzer.

 

Und jetzt? Jetzt hatte ich beschlossen, nur noch „offene Beziehungen“ zu führen. Und was habe ich festgestellt? Es funktioniert nicht, nicht für mich. Für mich bedeutet offen, einfach ehrlich über alles zu sprechen und tatsächlich schaffen das die meisten Leute (Männer, denen ich begegnet bin) nicht, egal ob sie monogam oder polygam bevorzugen. Ist doch alles egal! Sag einfach, wer Du bist, was Du willst und steh dazu!

 

Und ja, ich bin keine Prinzessin. Ich mag kein rosa, noch trage ich gerne Kleider, ich kann keinen Knicks und störe mich nicht daran, auf einer Erbse zu schlafen, weil ich sowieso am liebsten auf der Erde schlafe, ich kann mein Haar nicht für Dich hinunter lassen, weil es mir verdammt noch mal schon weh tut, wenn Du ständig drauf liegst und meine Stimme ist bei weitem nicht so engelsgleich, dass sie dir den Kopf verdreht. Und trotzdem, innen drin bin ich manchmal wieder die kleine Prinzessin, die ich war, als mein Vater mich auf seinen starken Schultern trug und ich noch dachte, alles ist möglich. Und manchmal denke ich dann wieder, alles ist möglich!

 

 

Und wenn auch Du eine kleine Prinzessin oder einen kleinen Prinz in Dir trägst, egal wie dieser aussehen mag, hör nie auf ihn hin und wieder jemandem zu zeigen.

Viele werden darüber lächeln aber nur, weil sie vergessen haben. Oder Angsthasen sind. aber irgendwann, da kommt einer oder eine, der es versteht.

 

Sei Prinz(essin), sei DU!

 

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