Kein Monolog

Standard

Einen Gedanken (mit)teilen ohne eine Wertung zu wollen.

So wie jedes Bild, dass dir ein Kind zeigt, von einem „schön“ oder „gut gemacht“ für immer die Unschuld verliert. Und das Kind fortan unfrei malt, mit dem Hintergedanken zu gefallen,

sind meine Gedanken unfrei geworden, da ich sie nun stets überdenke, durch deine Augen betrachte, filtere, bevor ich sie ausspreche.
Wieviel Wahrheit liegt dann noch in ihnen, frage ich dich nun?
Und bitte, antworte mit dem ersten Impuls, den du hattest und lege nicht die ganzen Augen und Ohren der Lehrer und Peiniger und Geliebten, welche du trafst darüber. Denn ich möchte DEINE Antwort hören.

Auch wenn es sie in Reinform so gar nicht mehr gibt.

Es sei denn wir schweigen.

Denn sobald ein Kind die ersten Wörter spricht, wird bewertet. Ohne Eltern beschuldigen zu wollen.
Es sind bloß Menschen.

Wie wir.
Und wir Kinder fordern fortan stets die Bewertung, bis heute. Jeder will „geliked“ sein. Ich auch.
Aber für was?

Für das, was ich kann, gelernt habe?

Oder doch eigentlich für das, was ich bin?

Bin ich nicht die Summe all meiner Erfahrung?

Und wenn ja, warum lieben wir dann ein Kind, das gerade geboren ist oder sogar noch im Mutterleib, da es noch so unwissend ist?
Gedankenströme, die sich scheinbar im Kreis drehen. Aber auch Fortschritte machen. Und dann zurückkehren. MenschSein.
Vielleicht bleibt nichts, als nichts mehr zu erwarten.

Und doch versuche ich, mehr ich zu sein. Und mehr zu schweigen. Beizeiten.

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