Warum es wieder bergauf geht

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Es geht bergauf.

Anstrengend, jeder Schritt ist irgendwann eine Qual. Deine Knie schmerzen. Oft ist kein Ende in Sicht. Du hältst inne. Abbrechen? Lange liegst Du so da und denkst nach, umzukehren. Doch das wäre unmöglich. Hinter Dir nur Verwüstung. Ein Sturm hat getobt.
Der Gegenwind bläst Dir ins Gesicht und lässt Dich nur schwer voran kommen. Er peitscht Deine Wangen und nimmt Dir die Sicht, während Blätter wild an Dir vorbei tanzen und sich in Deinen Haaren verfangen.

Du schüttelst sie ab. Bis auf eines, das Du noch eine Weile mit Dir trägst. Der Wind wird es schon nehmen, zu seiner Zeit. Das hast Du doch alles schon gelernt. Immer und immer wieder.

Die Bäume wiegen sich im Takt, den der Wind Ihnen auferlegt. Auf manche mag es bedrohlich wirken, doch Du weißt, eigentlich schützen sie Dich. Und Du spürst wieder etwas. Zumindest ein wenig.

Es geht bergauf.

Der Weg ist weit. Lang. Scheint endlos.
Der Gegenwind strahlt Kraft aus und lässt Dich deinen Willen spüren und dann, plötzlich erinnerst Du Dich. Du weißt, wie es sein wird.

Du erblickst die Lichtung. Du steigst die letzte Steigung hinauf. Und vom Rand des Felsen siehst Du auf einmal klar.

So wird es sein. Denn es geht wieder bergauf.

Ein gerader Weg wird nach einer gewissen Zeit langweilig.
Und bergab kann es nicht immer gehen, denn ewig will sich keiner treiben lassen.

Immer nur Rückenwind drängt Dich aus Deinem eigenen Tempo.

Und deshalb wünscht man Dir, dass es bergauf geht. Denn es macht doch irgendwie Sinn. Spätestens am Gipfel…

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