Tag 5 die Anonymität der Stadt..

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Tag 5
Nachdem wir gestern erst um drei Uhr vom Tanzen zurückkamen, wache ich heute morgen viel zu früh auf. 

Da ich nicht mehr schlafen kann mache ich Yoga und Frühstück. 

Später, als Kristin wach ist, essen wir zusammen. Dann mache ich mich alleine auf den Weg zum Wasser. Zuerst lege ich mich jedoch einfach auf eine Bank im Park und döse vor mich hin. Wieder ist es wie unsichtbar sein. Ich frage mich ob das an Portugal liegt aber aufgrund meiner Erfahrungen vom Frühsommer schätze ich, dass es an der Stadt liegt. Die Anonymität von Städten ist mir bisher noch recht fremd, wofür ich dankbar bin. 

Ich freue mich jedenfalls auf Morgen, wenn es nach Monsaraz geht.

Ich laufe weiter bis zu der Stelle am Tejo, an der die Band von vorgestern dieselben Lieder spielt, heute jedoch mit weniger Intensität, was mir gelegen kommt.

Das Luso Baião Konzert war sehr schön und ich habe viele verrückte Tänze gehabt aber es war doch sehr laut und die Wände der Baracca, in der Forró de Quarta stattfindet, haben ordentlich gewackelt.

Ich lege mich auf eine Mauer und lausche dem Rauschen der Wellen, welches sich mit der karibisch angehauchten Musik paart.
Irgendwann habe ich genug von der Musik und laufe weiter bis ich einen relativ ruhigen Steg finde. Noch 1,5 Stunden bis Sonnenuntergang. Von hier aus sieht man die Cristo Rei und die Brücke.

Ich lege mich entspannt hin und bin gerade kurz davor einzuschlafen, als ein portugiesisches Pärchen auftaucht. Knapp eine Stunde macht er Fotos von ihr. Dabei posiert die Frau wild um mich herum. Wieder bin ich unsichtbar. Und ich stelle fest, dass ich über manche Menschen nur den Kopf schütteln kann. Vielleicht sollte ich einfach darüber lachen aber stattdessen warte ich ungeduldig, dass der Film der Kamera endlich leer wird.

Kurz vor Sonnenuntergang gehen die beiden und eine nette, kleine Familie gesellt sich zu mir. Wir sehen die Sonne untergehen und etwas später kommt Kristin.


Wir gehen eine Kleinigkeit essen, danach kaufe ich mir noch ein paar Maronen zum Nachtisch, welche hier an jeder Ecke angeboten werden. Na gut, ein paar sehr viele Maronen. Aber die Maronenverkäufer sind auch alle so sympathische ältere Menschen, da kann ich nicht achtlos vorbei gehen. Kristin trifft noch eine Freundin und so schlendere ich immer noch müde von der letzten Nacht verträumt durch die nächtlichen Straßen von Lissabon und lausche gespannt den vielen Sprachen, die mir auf dem Weg begegnen.

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2 Gedanken zu “Tag 5 die Anonymität der Stadt..

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