Tag 1 Freiburg-Frankfurt-Hahn-Marrakesch

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Tag 1. 

Erst nach fast einer Woche der Blick zurück. 

Zug nach Frankfurt. Dann Bus zum Flughafen Hahn. Dort erst einmal viel Aufregung. Missverständnisse mit dem Handgepäck. Dann doch alles irgendwie geregelt.

Im Flugzeug sitze ich neben Felix und Phillip. Beide haben Flugangst, der eine mehr, der andere weniger. Sie wissen nicht viel über Marokko, nur, dass sie in die Berge wollen. Und nach Agadir. Wir reden viel aber heute, nach kaum einer Woche, weiß ich nicht mehr über was. Nur, dass es sehr nett war. Also wirklich nett.

Ankunft nach knapp vier Stunden in Marrakesch. Schon verrückt, dass man schneller und günstiger hierher kommt als mit dem Zug nach Hamburg oder Berlin…

Vom Flughafen mit dem Shuttlebus zum Djeema el Fna. Wir sind überwältigt. Viele, bunt gemischte Menschen, der Geruch nach Orangen. Blaue Lichter tanzen im Dunkel der Nacht. Nur schnell ins Hostel, Gepäck abgeben und dann wieder raus denken wir.

Das Schnell erweist sich nach drei wegweisenden Passanten, zwei spanisch sprechenden Polizisten und zwei sehr hartnäckigen ‚faux guides‘ als gute zwei  Stunden, dabei liegt das Hostel nur knappe zehn Minuten vom Busbahnhof. Aber die gewundenen Gassen der Medina mit den bunten Souks, die ihre Gestalt alle paar Minuten wie durch Zauberhand zu wechseln scheinen, werden uns auch morgen immer wieder die zehn Minuten deutlich überschreiten lassen.

Im Hostel  empfängt uns Mohamed herzlich und gleichzeitig zurückhaltend. Nach Minztee und einem ersten, vorsichtigen Kennenlernen bringen wir unser Gepäck aufs Zimmer, in welchem wir einen Teil der Nacht mit drei Italienerinnen verbringen werden. Dann Kopfbedeckung auf und raus auf die Straße.

Wir fühlen uns so ‚vermummt‘ deutlich wohler aber haben auch ein etwas mulmiges Gefühl, da die Souks mittlerweile geschlossen sind und die Gassen bis auf ein paar Männer in dunklen Gewändern und heimatlose Katzen leer und dunkel sind. Wir kaufen ein bisschen Obst bei einem noch offenen Straßenstand und lernen ein paar nette marrokanische Jungs auf Fahrrädern kennen, die uns ungefragt (und ohne Geld zu wollen) den Weg zeigen.

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Zwei schlafende Kitten, die sich vom Trubel des Tages erholen

Zurück im Hostel fragen wir, ob wir auf der Dachterrasse schlafen können. Bis morgens um halb sechs der Muezzin ruft, liegen wir dort. Ich schlafe unruhig und friere. Wenn ich kurz einschlafe träume ich wirres Zeug von Mohamed. Trotzdem möchte ich draußen bleiben. Morgens wird es dann aber doch zu kalt und wir wechseln ins Zimmer. Dort finde ich auf dem wackligen Hochbett keinen Schlaf mehr.

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Blick von der Dachterrasse des Hostels, während des Sonnenuntergangs

Day 1.

Only after almost an entire week has passed do I look back.

Train to Frankfurt. Then bus to Hahn Airport. Much excitement there. Misunderstandings about the hand luggage. And then somehow everything’s arranged.

On the plane I sit next to Felix and Phillip. Both are scared of flying, one more, the other less. They do not know much about Morocco, only that they want to go to the mountains. and to Agadir. We talk a lot, but today, a  week later, I cannot recall about what. Only that it was very pleasant. Really pleasant.

Arrival after roughly four hours in Marrakesh. kind of crazy, that you can get here faster and cheaper than by train to Hamburg or Berlin…

From the airport to Djeema el Fna with the shuttlebus. We are overwhelmed. So many different people, the smell of oranges. Blue lights dancing in the dark of the night. Quickly to the hostel, putting down our luggage and then back out again, is what we think.

Quickly turns out to be almost two hours, thanks to three direction-giving passersby, two spanish speaking policemen und two very persistent ‚faux guides‘, and that despite the hostel being only ten minutes away from the bus station. But the wounding alleys of Medina and its colourful souks, that seem to magically change their appearance every few minutes, will make us take way more than ten minutes several times tomorrow.

At the hostel we are greeted by Mohamed, both warmly and simultaneously reservedly. After a mint tea and the primary, carefully getting-to-know-each-other, we bring our luggage to our rooms, in which we will spend part of the night with three Italian women. Then on we put the headscarves and head out to the streets.

In our ‚mummified‘ state we feel a lot more comfortable, but also a bit uneasy, as the souks have closed and the alleys are dark and empty, save for a few men in dark garments and some alleycats. We buy fruits from one of the remaining vendors and meet several kind Moroccan boys on bicycles, who shows us the way back (without asking for money).

At the hostel we ask whether we can sleep on the roof deck. Until the call of the muezzin at half past five in the morning, we lie down there. I sleep restlessly and feel cold. When I do shortly fall asleep, I dream incoherent things about Mohamed. Nevertheless I want to stay outside. In the morning, though, it becomes too cold and we go to our room. I find no sleep on the shaky loft bed there.

 

 

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